Jahresrückblick 2012/13

Besonderes aus dem Schuljahr 2012/2013 in der Margarethenschule

Hochwasser Juni 2013

Am Sonntagvormittag des 2. Juni 2013 fing der Hochwassereinsatz in unserer Margarethenschule an.

Nachdem die Schule 2002 schon vom Hochwasser heimgesucht wurde und auch damals der Turnsaal unter Wasser stand, beschlossen wir gemeinsam, erste Vorkehrungen zu treffen. Es wurde geschleppt, ausgeräumt und nach oben getragen, was möglich war.

Durch den regen „Hochwassertourismus“ in Schulnähe füllte sich das Schulhaus am Sonntagnachmittag in kürzester Zeit mit zahlreichen Eltern und Kindern, die mithalfen, den Keller, den Turnsaal und die Garderobe möglichst „wasserfest“ zu machen, selbst beim Sandsäckeschleppen packten alle kräftig mit an.

Unser größtes Anliegen war, alle Eltern zu verständigen, damit am Montag möglichst kein Kind in die gefährdete Schule kommt.

Aufgrund der gut durchdachten Organisation, den klaren Angaben zum Rückmeldeprinzip und der sehr guten Vernetzung der Eltern, konnte das letzte Hackerl auf der Liste der 70 „vom Unterricht abgemeldeten“ Schüler um 21.00 Uhr gesetzt werden!

Als Herr Füreder und ich am Sonntag die Schule kurz nach 21.00 verließen, trat gerade die Donau auf die Straße heraus und der Keller der Schule begann sich mit Grundwasser zu füllen - es folgte banges Warten über Nacht und die böse Überraschung am nächsten Morgen…

Das Wasser hatte sich von innen und außen den Weg in unsere Schule gebahnt, Keller und Turnsaal völlig überflutet, der Stiegenaufgang zur Schule war komplett umspült  - kein Kind hätte gefahrlos die Schule betreten können!!

Das gesamte Schulteam hielt an diesem Morgen die Stellung und wartete auf weitere Anweisungen. UND: auf Kinder: aber kein Kind kam zur Schule, keine Anrufe besorgter Eltern, es war ruhig, nur die Wassermassen rauschten an der Schultür vorbei.

Um kurz nach zehn kam dann ein Anruf vom Schulamt, dass die Schule evakuiert werden müsse, da die Lage zu gefährlich sei und sich die Hochwassersituation zuspitzte – erleichtert stellte der verantwortliche Beamte fest, dass keine 70 Kinder evakuiert werden mussten, da alle entsprechenden Vorkehrungen bereits in Eigeninitiative am Vortag getroffen wurden.

Schweren Herzens mussten nun auch wir die Schule verlassen!

Am nächsten Morgen fand im Gasthaus Niederberger bei Familie Schatz (die Schule war mittlerweile ohne Strom, Heizung, Telefon und  Internet) eine Krisenkonferenz statt, in der wir nach Rücksprache mit dem Bezirksschulrat und dem Schulamt einen Notfallplan für den weiteren Unterricht der Kinder erstellten. Da im Sinne der großteils Zaubertaler und Leondinger Kinder der Unterricht auch in ihrem Umfeld stattfinden sollte, wurden drei unterschiedliche Örtlichkeiten in Schulnähe  für den Rest der Woche organisiert:

Die erste und dritte Klasse bekamen ein Ausweichquartier in zwei Räumen des Gasthauses Niederberger von Familie Schatz, die vierte Klasse zog im Pfarrsaal der Pfarre St. Margarethen ein und die zweite Klasse wurde in der Tagesheimstätte Holzheim von ihrer Lehrerin unterrichtet.

In diesem Zusammenhang gilt ganz besonderer Dank:

Frau Karin Schatz vom Gasthaus Niederberger;  der Pfarre St. Margarethen, Herrn Prälat Josef Mayr; dem Bürgermeister der Gemeinde Leonding für die Möglichkeit der Nutzung der Leondinger Tagesheimstätte sowie deren Leiterin Frau Fischer für die unkomplizierte Abwicklung.

Alle Eltern und Kinder wurden von der Verlegung des Unterrichts im Laufe des Nachmittags nachweislich informiert und wir bereiteten alles für den  Unterricht der kommenden Tage vor – Siedlungskartons mit den nötigen Lehr- und Lernmittel, Bücher und Hefte wurden gemeinsam auf alle Standorte verteilt.

Sobald unsere Margarethenschule von der Donau und der Stadt Linz wieder freigegeben wurde, startete der Unterricht wieder in den Klassenräumen, die das Hochwasser völlig unbeschadet überstanden haben.

Unser kleiner Schulstandort hat zum zweiten Mal einem Jahrhunderthochwasser stand gehalten, wird liebevoll wieder in Stand gesetzt und für sicherlich viele weitere Jahre die „kleinste Stadtschule mit Landschulcharakter“ bleiben, die sie dank vieler Unterstützer und Förderer seit Jahrzehnten ist.

Der Zusammenhalt des Teams, die Unterstützung und das Verständnis der Eltern haben diese Schule zu einer noch größeren Gemeinschaft werden lassen und zeigen, wie viel gemeinsam in Krisensituationen bewegt werden kann! Danke an alle Beteiligten dafür!!

Bettina Karlhuber, Direktorin

Schuljahr 2012/13

Das  Schuljahr 2012/13 startete am 10. September 2012 mit  68 voll motivierten Kindern. Im Laufe des Schuljahres kamen noch zwei weitere Kinder dazu und somit halten wir momentan die stolze Zahl von 70 Kindern!

Nach der Pensionierung unseres langjährigen Direktors Johannes Ployer, gingen wir dieses Schuljahr als reine Damenmannschaft ins Rennen. Als einzigen Mann in unserem Team schätzen wir unseren Schulwart Herrn Jürgen Füreder ganz besonders!
 

1. Klasse: Monika Liemer – Mair: 15 Schüler

2. Klasse: Magdalena Mayr: 21 Schüler

3. Klasse: Christine Braun – Enkner: 18 Schüler

4. Klasse: Magdalena Bräuer: 16 Schüler

Sabine Bauer: Lehrerin für Werkerziehung

Erika Niederhauser: katholische Religionslehrerin

Sabine Jellinek: evangelische Religionslehrerin

Ursula Singer: Diplomlogopädin

Waltraud Steinparz: Betreuungslehrerin

Bettina Karlhuber: Direktorin